DSC Leipzig

Der DSC Leipzig

Im April 2016 schlossen sich Menschen in Leipzig dieser paneuropäischen Bewegung an und gründeten den DSC Leipzig (DiEM25 Spontaneous Collectives). Als Teil von DiEM25 versteht sich der DSC auch als Gegenbewegung zum aktuell florierenden Rückfall in den Nationalismus und den menschenfeindlichen Neoliberalismus.
Wir, der DSC Leipzig, wollen diesen Rückzug auf einen Status quo nicht mittragen. Nach unserem Motto "Europa wird demokratisiert, oder es wird zerfallen", wollen wir Europa neu denken.


Europäer_In zu sein, scheint heute einer Exilexistenz gleichzukommen. Dagegen wenden wir uns. Überzeugt davon, dass ein anderes Europa möglich ist, erarbeitet der DSC Leipzig seit nun fast zwei Jahren Konzepte, bereitet Aktionen vor und mischt sich in die öffentliche Diskussion ein. Der Fokus liegt dabei weniger auf Überzeugungsarbeit, denn auf Information – weniger auf dem Rückzug auf eigene Positionen und vielmehr auf offenen Diskurs.

Offener Diskurs: Hier zum Beispiel an der Universität Leipzig.


Vor allem geht es dabei um die Vernetzung von Personen und Organisationen, wobei wir – unserer Struktur und Idee entsprechend – auf europäischer Ebene agieren. So haben wir schon im Sommer 2016 Kontakt zur Nuit-Debout-Bewegung geknüpft und zwei offene Speakers'-Corner- Veranstaltungen durchgeführt, wir haben engen Kontakt zu Podemos, mit denen wir im regen Austausch stehen und zusammen mit der linksjugend ['solid] Sachsen versuchen wir auch immer wieder das Thema Europa in der deutschen Politik auf die Tagesordnung zu setzen.


Solidaritätsaktionen zur Arbeitsmarkt-Reform in Frankreich oder den Arbeitsbedingungen bei Amazon, Vernetzungstreffen mit MitstreiterInnen aus ganz Europa, die Unterstützung von Petitionen wie #MachsEuropäisch – der DSC Leipzig arbeitet auf verschiedensten Feldern um die Demokratisierung Europas voranzutreiben.

Hamburg 2017: Anlässlich der Demonstrationen gegen den G20 Gipfel liefen die Mitglieder verschiedener DSCs Seite an Seite.


Als sich am 9. Februar 2016 die paneuropäische Bewegung DiEM25 gründete, war das der Startschuss für eine Alternative zur Europäischen Union. Vom Umgang der Europäischen Zentralbank mit Griechenland über die sogenannte "Flüchtlingskrise" bis hin zum Brexit: Die Bürger_Innen Europas sahen sich mit Konflikten konfrontiert, die über die gewöhnliche Skepsis gegenüber dem "Bürokratiemonster" Brüssel hinausgingen. Mehr und mehr stellte sich in den letzten Jahren die Frage, in was für einem Europa wir gemeinsam leben wollen.


DiEM25 versammelt diese Bürger_Innen und gibt ihnen eine Plattform, um genau diese Frage zu diskutieren. Doch nicht nur das: Aus der Diskussion ergaben sich Aktionen und Kampagnen. Nicht nur Kritik, sondern auch konkrete Verbesserungs- und Alternativvorschläge. Zusammengefasst als "Progressive Agenda für Europa" erarbeiten die DiEM25-Mitglieder gemeinsam Ideen und Wünsche zu den Themen Transparenz, Flüchtlinge und Migration, Europäischer New Deal, Arbeit, Grüne Investitionen und Europaverfassung.


Adorno merkte 1974 an, dass "die fast unlösbare Aufgabe darin bestehe", sich "weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht, dumm machen zu lassen.". Mit dem Ziel, die Agenda von DiEM25 zu verbreiten, möchte sich der DSC Leipzig genau dieser Aufgabe stellen: in Leipzig, Deutschland, Europa und der Welt.